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Emergency Room   Review auf Staffel 12
07.07.2006 von Jeany

Nachdem die ER-Fans noch bei der 11. Staffel gezwungen waren, einen ungewöhnlich langen Atem zu beweisen, indem sie ein halbes Jahr länger als üblich auf die Ausstrahlung der neuen Episoden warten mussten, ist dies bei der 12. Staffel nun genau umgekehrt.
Die erste Folge von Season 12 schließt unmittelbar an die letzte Folge von Season 11 an.
Das bedeutet, dass die neue Staffel im deutschen Fernsehen bereits 12 Tage nach dem Staffel-Ende in den USA auf Sendung ging.

Seit dem 30. Mai laufen die neuen Folgen immer Dienstags ab 20:15 Uhr im Doppelpack.



Aber nicht nur beim Senden der ER-Episoden geht es Schlag auf Schlag, sondern auch innerhalb der beliebten amerikanischen Serie passieren, wie üblich, dramatische Dinge im Eiltempo.

Das fängt schon mit den Hauptfiguren an.
Bereits in der vorigen Staffel wurde die Besetzung durch den Abschied von Alex Kingston alias Dr. Elisabeth Corday, Ming Na alias Dr. Jing-Mei Chen und schließlich durch den allseits beliebten Noah Wyle alias Dr. John Carter nach und nach ausgedünnt. Vor allem der Abschied von Dr. Carter löste bei den Fans großes Bedauern aus, gehörte er doch bereits seit der ersten Staffel mit zum Hauptcast.
Überraschend in dieser Staffel ist allerdings der Ausstieg von Sherry Stringfield, die über viele Jahre hinweg die Rolle der Dr. Susan Lewis verkörperte und noch in der ersten Folge der neuen Staffel als eine der Hauptdarstellerinnen genannt wird, dann aber ab der zweiten Folge plötzlich verschwunden ist und allen Voraussagen nach auch nicht wieder zurückkehren wird. Eine traurige und völlig unerwartete Nachricht für das Publikum, dass in Ermanglung einer „Vorwarnung“ keine Zeit hatte, sich darauf einzustellen. Lediglich in der fünften Folge lässt Kerry Weaver ganz nebenbei vor versammelter ER-Belegschaft verlauten, Susan arbeite nicht mehr im County, da sie eine Dozentenstelle in Iowa-City angenommen hätte.
Ein etwas unspektakulärer Abschied. Schade...

Zitat:
Morris:
Was ist eigentlich mit Dr. Lewis?
Weaver:
Dr. Lewis arbeitet nie wieder hier. Sie hat eine Dozentenstelle übernommen in Iowa-City.
Abby:
Einfach so?
Weaver:
Einfach so.





eine letzte Teambesprechung mit Dr. Susan Lewis als Funktions-Oberärztin



Eine kleine Entschädigung ist die Übernahme von Scott Grimes a la Dr. Archie Morris in die Riege der festen Charaktere, nachdem der Darsteller diese Rolle bereits seit der 10. Staffel als immer wiederkehrender Gaststar spielte.



Scott Grimes als Dr. Archie Morris ist jetzt fester Bestandteil des Hauptcast



Aber auch die Fans bereits ausgestiegener Schauspieler brauchen sich nicht zu grämen, denn wie es scheint, können sich einige ehemalige Mitglieder nicht oder nur schwer von ihrer Stammserie trennen:

Sharif Atkins, kürzlich noch als Dr. Michael Gallant eine der Hauptfiguren von ER, tritt in Staffel 12 erneut mehrmals als Gaststar auf.
Und auch der langjährige ER-Darsteller Noah Wyle, der nach immerhin 11 Jahren treuer Zugehörigkeit am Ende der 11. Staffel die Notraufnahme verließ, um sich beruflich neuen Projekten zu widmen, kehrt noch einmal zurück:
In der neuen Staffel spielt er seine Leib- und Magenrolle gleich mehrmals als Gaststar.
Darüber hinaus hat der ehemalige Robert-Romano-Darsteller Paul McCrane seine Rolle vor der Kamera gegen die Arbeit dahinter getauscht und führt nun erfolgreich Regie.
Auch seine Kollegin Laura Innes ist mittlerweile eine versierte Regisseurin, was sie in der neuen Staffel gleich mehrmals unter Beweis stellt. Allerdings hat sie dabei ihre Rolle als Dr. Kerry Weaver nach über 10 Jahren erfreulicherweise noch nicht aufgegeben.

Außerdem ist, wie mittlerweile üblich, die Reihe der prominenten Gäste auch diesmal wieder recht beeindruckend:
Danny Glover (Lethal Weapon)
James Woods (Space to space – Mission ins Unbekannte)
Armand Assante (1492)
Diane Ladd (Chinatown)
Shoreh Aghdashioo (Staffel 4 der Echtzeit-Serie 24)
John Stamos (Full House, General Hospital)
und sogar Tennisstar Serena Williams
sind nur einige der namhaften Persönlichkeiten, die in der aktuellen Season Gastauftritte haben.



Die neue Oberschwester Eve Peyton (Kristen Johnston) hat sofort alles im Griff



Die Geschichten, die hier erzählt werden, sind selbst nach all der Zeit, die seit Beginn von ER 1994 vergangen ist, noch immer spannend, originell und nicht selten bestürzend aktuell, so zum Beispiel, wenn es um „Ehrenmorde“, Krieg oder Rassismus geht, wobei nicht immer alle Handlungsfäden in Chicago spielen, sondern gemäß einer relativ neuen Tradition auch über Grenzen geblickt wird, hier insbesondere hinüber auf den schwarzen Kontinent.


248: Mann ohne Namen


Aber auch zeitlose Themen, wie zum Beispiel Freundschaft, Liebe, Partnerschaft, Hochzeiten, Schwangerschaft, Kinder, Krankheiten, Operationen und Tod haben nach wie vor ihren festen Platz in der Krankenhaus-Serie, die zwar den hektischen Alltag in der Notaufnahme widerspiegelt, sich aber stets auch Zeit nimmt, um auf die ganz persönlichen Freuden und Nöte des Klinikpersonals und deren Angehörigen einzugehen.


249: Großer Mann im Gewitter


ER ist eben nichts Menschliches fremd. Ihren ganz eigenen, oft recht bissigen Humor hat sich die Serie in all den Jahren immer bewahrt, spritzige Dialoge zwischen den Charakteren sowie ironisch-witzige Darstellungen bestimmter Vorkommnisse während des Dienstes und auch außerhalb prägten ER vom ersten Tag an und machen mit Sicherheit einen großen Teil der Beliebtheit der Serie aus.


254: Ja, ich will


Oft ist die Handlung selbst absolut fesselnd und mitreißend, doch nur selten war eine ER-Episode so nervenzerreißend wie die Abschlussfolge der 12. Staffel, bei der es sich um einen Cliffhanger allererster Güte handelt.
Leib und Leben mehrerer Charaktere stehen auf dem Spiel.
Wer von ihnen wird überleben, wer muß sterben?


257: Einsame Entscheidungen



Quelle: TV HIGHLIGHTS Nr. 7/2006
Von Jutta Swietlinski (Text leicht abgeändert)



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